Ja. Google verbietet Texte, die mit künstlicher Intelligenz geschrieben wurden, nicht. In seiner Dokumentation zu hilfreichen Inhalten nennt Google «automated, AI-generated, and AI-assisted content» ausdrücklich als mögliche Entstehungsform von Inhalten. Entscheidend ist laut Google etwas anderes: ob der Inhalt in erster Linie Menschen hilft — oder ob er in Masse erzeugt wird, um Suchrankings zu manipulieren. Letzteres verstösst gegen die Spam-Richtlinien, unabhängig davon, ob ein Mensch oder eine Maschine getippt hat. Dieser Beitrag ordnet die Google-Aussagen ein und zeigt, wo für ein Schweizer KMU die Grenze zwischen sinnvollem Einsatz und Risiko verläuft.
Was Google konkret sagt
Google beschreibt in der Dokumentation «Creating helpful, reliable, people-first content» drei Fragen, die sich Website-Betreiber zu jedem Inhalt stellen sollen: Wer hat ihn erstellt, wie ist er entstanden und warum gibt es ihn. Beim «Wie» heisst es wörtlich: «Many types of content may have a 'How' component to them. That can include automated, AI-generated, and AI-assisted content.» Die Herstellungsart ist für Google also kein Ausschlusskriterium.
Die Grenze zieht Google beim Zweck. Wird Automatisierung — einschliesslich KI — «for the primary purpose of manipulating search rankings» eingesetzt, ist das laut Google eine «violation of our spam policies». In den Spam-Richtlinien heisst der zugehörige Tatbestand «Scaled content abuse»: «Scaled content abuse is when many pages are generated for the primary purpose of manipulating search rankings.» Als Beispiel nennt Google dort ausdrücklich: «Using generative AI tools or other similar tools to generate many pages without adding value for users.»
Zwei weitere Hinweise aus derselben Dokumentation sind für KMU relevant. Erstens: Grosse Textmengen per generativer KI zu erzeugen, «without manual oversight or curation represents little to no effort» — Google sieht fehlende menschliche Kontrolle also als Qualitätsmangel. Zweitens: Erfundene Autorenprofile und irreführende Angaben zur Urheberschaft bezeichnet Google als Täuschung und als Merkmal einer minderwertigen Seite. Wer also einen KI-Text mit einem ausgedachten «Fachredaktor» samt Porträtfoto versieht, bewegt sich genau in den Bereich, den Google abwertet.
Erlaubt oder riskant? Die Unterscheidung in der Praxis
Aus den Google-Aussagen lässt sich eine einfache Gegenüberstellung ableiten. Sie ist unsere Lesart der Dokumentation, keine Zusage von Google:
| Nach Googles Kriterien unproblematisch | Nach Googles Kriterien riskant |
|---|---|
| Ein fundierter Fachartikel pro Woche zu einer echten Kundenfrage, vor der Publikation geprüft | Hunderte automatisch erzeugte Seiten, bei denen nur der Ortsname ausgetauscht wird |
| Verantwortliche Person im Impressum, prüfbare Firmenangaben | Erfundene Autorenprofile mit ausgedachten Namen und Fotos |
| Hinweis auf KI-Einsatz dort, wo Leserinnen und Leser ihn erwarten würden | Verschleiern, dass Inhalte maschinell und ungeprüft entstanden sind |
| Texte, die eine Frage direkt und vollständig beantworten | Texte, die nur Suchbegriffe bedienen und inhaltlich nichts sagen |
| Thematischer Fokus auf das eigene Fachgebiet und die eigene Region | «Extensive automation to produce content on many topics» — ein Warnsignal, das Google selbst nennt |
Die rechte Spalte beschreibt exakt das, was Google unter «Scaled content abuse» fasst. Die linke Spalte ist nichts anderes als die Empfehlung, die Google für alle Inhalte gibt: «people-first content» statt «search engine-first content made primarily to gain search engine rankings».
Muss ich KI-Texte kennzeichnen?
Google empfiehlt es, schreibt es aber nicht als Pflicht für die Aufnahme in die Suche vor. Wörtlich: KI- oder Automatisierungshinweise «are useful for content where someone might think 'How was this created?'» und sollten ergänzt werden, «when it would be reasonably expected». Bei einem Fachbeitrag auf einer Firmenwebsite ist das eine Ermessensfrage; bei einem Text, der sich als persönlicher Erfahrungsbericht ausgibt, wäre ein fehlender Hinweis irreführend.
Ob in der Schweiz darüber hinaus rechtliche Pflichten zur Kennzeichnung bestehen, können und dürfen wir hier nicht beurteilen — das ist eine Frage für eine Rechtsberatung, nicht für einen Blogartikel. Was wir sagen können, ist, wie wir es selbst halten: RankFabrik legt gegenüber seinen Kunden offen, dass die Artikel KI-gestützt entstehen. Wie der Kunde das auf seiner eigenen Website ausweist, entscheidet er selbst. Auf unserem eigenen Blog kennzeichnen wir jeden Beitrag als vom RankFabrik-Agenten erstellt, mit einer verantwortlichen Person dahinter.
Was das für ein KMU heisst
Die Google-Dokumentation lässt sich für einen Kleinbetrieb in fünf Regeln übersetzen:
- Qualität vor Menge. Ein guter Artikel pro Woche ist für Google unverdächtig; fünfzig dünne Seiten pro Woche sind es nicht. Dass Masse auch sonst wenig bringt, zeigt eine Auswertung von Ahrefs über 75'000 Marken (Dezember 2025): Die Anzahl eigener Seiten korreliert mit Nennungen in KI-Antworten nur mit rund 0,19 — Erwähnungen durch Dritte wiegen deutlich schwerer. Mehr dazu im Beitrag Warum empfiehlt ChatGPT meine Konkurrenz und nicht mich?
- Themen aus echten Kundenfragen. Was am Telefon, per E-Mail und im Beratungsgespräch gefragt wird, ist der beste Themenplan. Ein KI-Text zu einer Frage, die niemand stellt, ist auch dann wertlos, wenn er fehlerfrei ist.
- Menschliche Verantwortung sichtbar machen. Ein vollständiges Impressum, prüfbare Angaben zu Firma und Leistungen, und wenn möglich eine Freigabe vor der Publikation. Genau die «manual oversight or curation», deren Fehlen Google bemängelt.
- Eigenes Wissen einbringen. Ein Sanitärbetrieb in Winterthur weiss Dinge über Altbau-Leitungen im Quartier, die kein Sprachmodell weiss. Solche Details machen aus einem austauschbaren Text einen nützlichen — und sie sind das, was Google mit «people-first» meint.
- Keine Massenproduktion über viele Themen. Wer plötzlich zu Steuern, Heizungen und Hundefutter publiziert, sendet das Warnsignal, das Google wörtlich benennt. Bleiben Sie beim eigenen Fach und der eigenen Region.
Wie diese Regeln in eine realistische SEO-Strategie passen, beschreibt unser Beitrag SEO für Schweizer KMU: der ehrliche Überblick; wie KI-Suchsysteme Inhalte auswerten, erklärt Was ist AEO?
Wie RankFabrik damit umgeht
Wir müssen hier offen sein, weil wir selbst betroffen sind: Bei RankFabrik schreibt ein KI-Agent die Artikel. Damit das nicht in die rechte Spalte der Tabelle kippt, ist der Ablauf bewusst begrenzt und kontrolliert.
- Menge: 4 Artikel pro Monat im Starter-Abo, 8 im Pro-Abo (Preise). Keine Massenproduktion, keine Ortsseiten-Serien.
- Qualitäts-Gate vor jeder Publikation: Zuerst prüft der Code harte Kriterien — kein scharfes S (Schweizer Hochdeutsch), keine Erfolgs- oder Ranking-Versprechen, Länge zwischen 900 und 2600 Wörtern, H2-Struktur, FAQ-Block mit mindestens drei Fragen, keine aktiven Inhalte im HTML. Danach prüft eine zweite, unabhängige KI-Instanz unter anderem auf erfundene Zahlen oder Kundenstimmen, auf Aussagen über namentlich genannte Personen oder Firmen und auf verständliches Deutsch.
- Ein Neuversuch, dann Schluss: Fällt ein Artikel durch, wird er einmal mit den Beanstandungen neu geschrieben. Fällt er wieder durch, wird er verworfen und nicht publiziert.
- Freigabe durch den Kunden: Mit WordPress können Artikel im Entwurfs-Modus landen, sodass der Kunde jeden Text selbst freigibt. Das ist die menschliche Kontrolle, die Google verlangt — beim Kunden, nicht nur bei uns.
Was wir nicht behaupten: dass unsere Artikel bei Google ranken. RankFabrik ist 2026 gestartet, hat keine Fallstudien und keine Erfolgszahlen. Belegen können wir nur den Prozess, nicht das Resultat — und genau den legen wir auf der Seite Über uns offen.
Fazit
Die Frage «Darf ich KI-Texte veröffentlichen?» ist nach Googles Dokumentation falsch gestellt. Die richtige Frage lautet: «Hilft dieser Text jemandem, und steht jemand dafür gerade?» Wer beide Fragen mit Ja beantworten kann, hat von Google nichts zu befürchten — egal, womit der Text geschrieben wurde. Wer sie mit Nein beantworten muss, hat auch ohne KI ein Problem.
Transparenz: Dieser Beitrag wurde vom RankFabrik-Agenten (KI) erstellt und vor der Publikation durch das beschriebene Qualitäts-Gate geprüft. Inhaltlich verantwortlich ist Maksym Liakhov. Alle Zitate stammen aus den unten verlinkten Google-Dokumentationen, Stand 31. Oktober 2026.
Quellen
- Google Search Central: Creating helpful, reliable, people-first content — Abschnitte zu «Who, How, Why», Automatisierung und KI-Hinweisen.
- Google Search Central: Spam policies for Google web search — Abschnitt «Scaled content abuse».
- Ahrefs, Louise Linehan, 12. Dezember 2025: AI brand visibility correlations — 75'000 Marken, Korrelation der Seitenanzahl mit KI-Nennungen rund 0,19.